Abgeschlossen
Vom Manuskript zum Buch
Viele der (Auto)Biografien, die ich als Lektorin und Koordinatorin betreue, sind private Bücher und damit nicht für eine Veröffentlichung bestimmt. Stattdessen gehen sie im Familienkreis von Hand zu Hand. Diese Bücher sind Teil der Familiengeschichte und stehen in heimischen Regalen, werden immer wieder herausgenommen, in ihnen wird geblättert und gelesen, sie liegen auf Nachttischen und werden weitervererbt.
Hier finden Sie eine Auswahl meiner lektorierten Bücher. Die Abbildung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Autorin bzw. des Autors oder des Verlages.

Autobiografie (2024), gebunden, 236 Seiten, Rohnstock Biografien
Inhalt
Fasziniert von Afrika, dem fernen Kontinent, der Abenteuer und Freiheit verheißt, reist Bernhard Streun in den Sechzigerjahren als junger Missionar nach Afrika und lässt sein deutsches Leben hinter sich: die Nachkriegszeit im fränkischen Exil, die Kleinstadt, das Kloster. Er ist auf der Suche. Neben der einzigartigen Natur, der Kultur voller Mystik und Zauber, den satten Farben und der Weite lernt er in Afrika die Menschen kennen, die voller Geheimnisse und Geschichten stecken. Zum Zeitvertreib, eher durch Zufall, beginnt er, die jungen Männer der Gegend im Fußball zu trainieren, vermittelt Spieltechnik und bald schon mentales Taktieren. In Burundi baut er die Nationalmannschaft auf, zieht weiter nach Malawi, Togo, Botswana und Algerien. Mehr als zwanzig Stationen folgen in über dreißig Jahren. Durch den Sport kommt er dem Land und den Menschen nahe, die fremde und die eigene Geschichte verweben sich. Sie werden eins.
Feinfühlig nähert sich Bernhard Streun diesem, seinem Kontinent an und begegnet ihm auf fast poetischer Ebene. Er schaut auf die Menschen, die Tiere und die Natur und lässt ihren Zauber auf sich wirken. Der stille Sand ist allgegenwärtig. Er rieselt und verweht, lässt Berge und Täter entstehen, verbirgt und legt frei. Er war und ist und wird immer sein – wie die Seele, die über allem schwebt.

Autobiografie (2022), Klappenbroschur, 260 Seiten, Sebastian Blottner, Rohnstock Biografien
Inhalt
ALS. So lautet die Diagnose, die Philipp mit 47 Jahren erhält. Eine schwere degenerative Erkrankung des motorischen Nervensystems, undenkbar, unumkehrbar, vermeintlich unheilbar. Für einen Mann, dessen Leben bislang geprägt war durch Sport, Reisen und Abenteuer, ist diese Diagnose eine klare Zäsur. Doch trotz der Erkenntnis, dass er nach und nach seine Bewegungsfähigkeit einbüßen und auf die Hilfe anderer angewiesen sein wird, verliert Philipp nicht seinen Lebensmut. Er beginnt, sich mit grundlegenden Fragen auseinanderzusetzen, Fragen zu Leben und Tod, zu Schulmedizin und möglichen Alternativen, zu Sinn und Spiritualität. Die ALS-Diagnose treibt ihn zu therapeutischen Experimenten und bringt unerwartete Erfahrungen. Sie setzt damit einen umfassenden Prozess in Gang, dessen Ergebnis nicht etwa Kapitulation, sondern Aufbruch ist. Denn erst durch seine Krankheit weiß Philipp, was wahres Glück bedeutet.

Autobiografie (2024), gebunden, 400 Seiten, Sabine Tjørnelund und Ralf Pasch, Rohnstock Biografien

Autobiografie (2016), Broschur, 144 Seiten, Verlag Neues Leben
Inhalt
Nach einem Motorradunfall sitzt Kirsten Bruhn im Rollstuhl. Da ist sie einundzwanzig. Und inkomplett querschnittgelähmt. Die junge Frau trägt schwer an den Folgen ihrer Verletzung. Neben den Schmerzen plagen sie Wut und Verzweiflung. Das Schwimmen wird ihre Therapie, im Wasser fühlt sie sich lebendig und unbeschwert. Sie kämpft – gegen ihr Schicksal, gegen sich selbst, und wird eine der erfolgreichsten Behindertenschwimmerinnen der Welt. Kirsten Bruhns Mut und Wille sind beispielhaft, und ihr Weg zeigt, dass sich ein Unglück in zahlreiche Glücksmomente verwandeln kann.

Autobiografie (2016), gebunden, 272 Seiten, Verlag Neues Leben
Inhalt
Pari wird im Körper eines Jungen geboren. Schon früh spürt sie, dass sie anders ist. Nach der Flucht aus dem Iran in die Niederlande wächst sie in Flüchtlingsheimen auf, muss sich nicht nur in der neuen Kultur zurechtfinden, sondern auch mit dem ihr fremden Körper auseinandersetzen. Unentwegt testet sie Grenzen aus, eckt an, ist auf der Suche nach Identität. Als Mann will sie niemals leben, das weiß sie. Doch der Weg zum Frausein ist lang und beschwerlich. Pari geht ihn – und kommt an: selbstbestimmt, glücklich und mit ganzem Herzen Frau.

Autobiografie (2015), gebunden, 272 Seiten, Verlag Neues Leben
Inhalt

Autobiografie (2015), gebunden, 192 Seiten, Verlag Neues Leben
Inhalt
Als Leutnant Thomas Grawe war er der junge, unkonventionelle Typ im Ermittlerteam der »Polizeiruf«-Mannschaft und ging über 30 Mal auf Verbrecherjagd. Eine Fernsehbilanz, die er inzwischen als Chefermittler Hajo Trautzschke in der »SOKO Leipzig« mit annähernd 300 Fällen übertrifft. Eine beliebte, vertraute Fernsehgröße. Aber wer ist der Mann hinter der Rolle?
Andreas Schmidt-Schaller gibt selten Interviews, meidet Talkshows und macht keine Schlagzeilen. Hier offenbart er sich nun. Er berichtet über seine weitverzweigte, interessante Familie, über die Kindheit in Weimar und Gera, seinen Berufswunsch und seine Zeit als Schauspielstudent, in der er sich nicht nur in künstlerischen Fragen selbstbewusst zu positionieren begann.
In seinem Rückblick auf Lebensalltag und Theater- und Filmgeschichten lässt er eine bemerkenswerte Haltung erkennen.

Autobiografie (2017), Broschur, 352 Seiten, Verlag Das Neue Berlin
Inhalt
Er war ein Mann mit großem Einflussbereich: Als Generaldirektor des Qualitäts- und Edelstahlkombinats dirigierte Hans-Joachim Lauck das Zusammenspiel von mehr als 40 Betrieben, in denen bis zu 220.000 Arbeiter und Angestellte über ein Viertel der industriellen Warenproduktion der DDR erwirtschafteten – und schätzte dabei den Kontakt zu seinen Stahlwerkern. Im Blaumann und mit Helm auf dem Kopf erfragte er Arbeitsabläufe, fing Stimmungen ein und suchte stets nach neuen Ideen. Lauck schritt voran, mischte sich ein und kämpfte: für sein Werk, für das Kombinat und für den gesamten Industriezweig.

Autobiografie (2018), gebunden, 368 Seiten, Verlag Neues Leben
Inhalt
Sie war die erfolgreichste Sängerin der DDR, verkaufte ihre Alben millionenfach und war ein weitgereister Bühnenstar. Ihre Texte erzählen Geschichten, ihre Stimme ist unverwechselbar. Lange wurde sie ideologisch als Vorzeige-Künstlerin genutzt – und fühlte sich zunehmend durch staatliche Zwänge und Repressalien eingeengt. 1981 entschloss sie sich, die Heimat zu verlassen und in der BRD neue Wege zu suchen. Doch auch hier musste sie feststellen, dass Kunst und Erfolg geschäftlichen Regeln unterliegen. Zerrieben zwischen dem Vorwurf, ihr Land und ihre Fans verlassen zu haben, und dem Gefühl, als Politikum herhalten zu müssen, gelang es ihr vor allem nach dem Mauerfall, an ihre früheren Erfolge anzuknüpfen.
Mitreißend und sehr persönlich schildert Veronika Fischer die Stationen ihres Lebens, gibt Einblick in ihre Familien- und Bandgeschichte, erzählt vom musikalischen Schaffensprozess und den Herausforderungen, die es bedeutet, Freiheit zu suchen und den eigenen Maximen treu zu bleiben – auch über Grenzen hinweg.

Autobiogr. Roman (2016), Broschur, 366 Seiten, Eulenspiegel Verlag
Inhalt
Pascal und Angelo haben das Abitur in der Tasche und Träume für die Zukunft im Kopf. Und sie stecken voller Abenteuerlust. Mit ihrem Freund Wolle machen sie sich auf den Weg in die rumänischen Karpaten – auf der Suche nach Freiheit, Unabhängigkeit und sich selbst. Nur in Richtung Osten kann es für die drei Berliner Jungs gehen. Als sie durch Ungarn trampen, im Sommer 89, ist auf einmal die Grenze zum Westen durchlässig. Sie treffen Entscheidungen, die ihr Leben aus den vorgezeichneten Bahnen werfen und ihre Jugend jäh enden lassen. Ihre Wege trennen sich. Während Wolle in Amerika sein Glück versucht und sich Angelos Spur zu verlieren scheint, kehrt Pascal zurück. Das alte Leben gibt es nicht mehr, doch auf das aufregende, ersehnte neue fallen die Schatten der Vergangenheit.

Bildband (2016), gebunden, 192 Seiten, Verlag Das Neue Berlin
Inhalt
Wenn es brennt, sind sie vor Ort. Gibt es einen Notfall, sind Menschen in lebensgefahr oder ist technische Hilfeleistung gefragt, kommen sie in Minutenschnelle. Sie helfen, retten, bergen – und wollen doch nicht als Helden gelten.
Der Pressefotograf Tobias Seeliger hat mehrere Feuerwehrtrupps begleitet und ihren Berufsalltag mit der Kamera festgehalten. Jedes seiner eindrucksvollen Bilder erzählt eine Geschichte – und zeigt, was es bedeutet, tagtäglich für das Wohl anderer unterwegs zu sein.

Autobiogr. Roman (2016), Broschur, 192 Seiten, Eulenspiegel Verlag
Inhalt
Sicher kennen Sie das auch: Nennt man ein Kleinkind sein Eigen, purzelt der Alltag durcheinander. Hartnäckige Schweinehunde und zähe Erkältungsviren, Waldmonster und Schnellerfeen, Kratzbürsten und Mini-Diven. Bestechungsversuche wechseln sich mit Erziehungsmaßnahmen ab, Lachattacken mit Stirnrunzeln und Kopfschütteln. Papa ist nicht selten Dompteur in diesem Zirkus, schwitzend und mit einer rosa Prinzessinnenkrone auf dem Kopf, entthront und verzaubert von einem kleinen Wesen mit unschlagbarem Grinsen – und ganz viel Chaospotenzial! Mario D. Richardt weiß das. Er hat es selbst erlebt.

Autobiografie (2018), gebunden, 272 Seiten, Verlag Neues Leben
Inhalt
Die Leute zu unterhalten, das ist seine Mission. Dafür holt er seit Jahrzehnten namhafte Künstler auf die Bühne. Sie kommen gern, sind ihm verbunden, ebenso wie sein Publikum. Er verschwindet hinterm Vorhang, die Fäden freilich in der Hand, und lauscht – der Musik, der Zeit, der Erinnerung.